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Das unterschätzte Duo: Wie Kiefer und Beckenboden zusammenarbeiten

Wusstest du schon, dass es eine Verbindung zwischen Kieferverspannungen und dem Wohlbefinden deines Beckenbodens geben könnte? Interessanterweise könnte auch das nächtlich Knirschen und/oder das Kieferknacken beim Gähnen mit dem Becken mehr zu tun haben, als du dir jetzt vielleicht gerade vorstellen kannst.


Es lohnt sich also, das Thema genauer unter die Lupe zu nehmen, um das ganzheitliche Wohlbefinden besser zu verstehen.

Wenn wir uns die Struktur dieser beiden Körperregionen vorstellen, können wir bereits erste Parallelen erkennen. Das Becken ähnelt einer großen Schale, die an den Hüftgelenken befestigt ist, und weist eine Öffnung an der Unterseite auf. Vergleichen wir dies mit dem Kiefer, so erkennen wir eine ähnliche Form: Die Gelenke befinden sich oben und die Mundöffnung unten.


Interessanterweise können wor die Verbindung zwischen der Gebärmutter und der Stimme bis zur frühen Entwicklung im Mutterleib zurückverfolgen. Bereits während des Wachstums des Embryos entstehen auf der Rückseite zwei Vertiefungen. Aus diesen entwickeln sich die Mundöffnung (die später den Mund bildet) und die Kloakenöffnung (die für Harn-, Verdauungs- und Fortpflanzungstrakte wichtig ist). Später entsteht die Wirbelsäule und verbindet diese beiden Öffnungen miteinander. Aber die ursprüngliche Verbindung aus den Anfangsstadien der Entwicklung bleibt immer im Körper vorhanden.


Nicht nur auf zellulärer Ebene sind der Kiefer (Stimme) und das Becken (Gebärmutter) miteinander verbunden, sondern auch auf faszialer Ebene.


Es besteht eine anatomische Verbindung zwischen diesen beiden Körperteilen. Durch Muskeln und Faszien ist der Kiefer mit dem Beckenboden über die Wirbelsäule verbunden und beeinflusst beide Körperregionen gegenseitig. Eine fasziale Linie zieht sich von den Muskeln des Beckenbodens bis zu den Muskeln im Kiefer. Das Fasziengewebe kannst du dir vorstellen wie bindegewebsartige Strukturen, die Organe, Muskeln, Nerven und andere Gewebe im gesamten Körper umhüllen und ihnen Halt bieten.


Die Traditionelle Chinesische Medizin sieht ebenfalls eine Verbindung zwischen Kiefer und Becken über den Energiekanal der Gallenblase. Daher werden oft Massage, Akupressur oder Akupunktur entlang dieses Meridians bei Problemen in diesen Bereichen empfohlen.

Der Kiefer und das Becken sind oft Ausdrucksformen für Stress und Emotionen. Gefühle wie Angst, Wut, Zorn oder Widerwillen unterdrücken wir oft, indem wir die Zähne aufeinanderbeißen. In stressigen Situationen spannen wir oft unbewusst das Becken oder die Gesäßmuskulatur an. Dies hat einen einfachen Grund: Im "Kampf-oder-Flucht-Modus" haben diese Muskeln aus archaischer Entwicklung heraus die Aufgabe, unsere empfindliche Vorderseite und Körpermitte, einschließlich der wichtigen Organe wie Fortpflanzungsorgane, zu schützen.


Es gibt einfache Tipps, die dir helfen können, deinen Kiefer- und somit zugleich deinen Beckenboden zu entspannen und dadurch lästige Beschwerden loszuwerden.

Yoga:

Tiefes Atmen:

​Stimme aktivieren:

Hüftöffner:

Schmetterling (Bhadrasana),

Yogi Squat (Malasana),

Happy Baby (Ananda Balasana),

Taube (Kapotasana).

Bhramari Pranayama (Bienen-Atmung)

Singen

für den Kiefer eignen sich alle Dehnungen für den Nacken, außerdem gibt es spezielles Gesichts-Yoga dafür.

tiefe Bauchatmung

Summen

​Durch Hüftöffner und Kieferübungen können Anspannungen und Blockaden gelöst werden.

Durch die Atemtechniken wird der Parasympathikus aktiviert und du kommst in die Entspannung.

Beim Summen und Singen

(tiefere Stimmlage) verlängert/entspannt sich der Beckenboden und die Kiefermuskulatur ist locker.

Ich bin gespannt, was deine Erfahrungen zu diesem Thema sind und welchen Tipp du für dich umsetzt!


In Liebe

Jana Noel

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